Practical Lectures Session 1

In der ersten parallel Session am Freitag 17.04.2020 finden die Practical Lectures von 14:00 bis 15:30 Uhr statt. Folgende Sessions stehen zur Auswahl, diese sind ab März buchbar. Wir kontaktieren Sie vor Freischaltung der Buchungsmöglichkeiten!

Understanding chronic low back pain – Pain communication and the importance of languageDr. Tasha Stanton
Pain Science – Im Kontext Patient Education und GesundheitskompetenzHugo Stam, MAppSc.
Wundmanagement im Extramuralen Bereich – Challenges für das Therapeutische TeamKaroline Kinsky, BA
MENTAL GENIAL – Mentales Training als Chance des Vorsprungs im TherapieverlaufMag. Mirjam Wolf
Mentale Gesundheit und LeistungsoptimierungDr. Thomas Wörz
Sprache als “Medikament” – Wie unsere Botschaften wirkenMag. Michaela Perner, BSc
Schulungsaspekte bei Menschen mit AtemnotDr. Beate Krenek, MSc., MEd.,PT

Abstracts und Speaker Session 1

Understanding chronic low back pain

Pain communication and the importance of language

People with chronic low back pain are a very challenging patient population to treat. Recent research has highlighted the critical role that the central nervous system plays in the development, maintenance, and recovery from chronic pain. This workshop will explore the role and importance of the language that we use to communicate about pain. Various communications strategies as well as the use of interactive means of communication will be discussed to promote effective knowledge translation of complex concepts to patients suffering from chronic pain.

Dr. Tasha Stanton

Associate Professor

Tasha arbeitet am Sansom Institute for Health Research an der University of South Australia in Adelaide. Schwerpunktmäßig forscht sie im Bereich Neuroscience.

Auf universitärer Ebene ist Tasha am National Health & Medical Research Council (NHMRC) als Early Career Fellow & Senior Research Fellow beschäftigt.

Für ihre Forschung erhielt sie bereits Förderungen in Millionenhöhe und setzt sich seit Jahren intensiv mit den Themen explaining pain, postsurgical pain, pain-relieving, brain training, classification of back pain und vielen weiteren auseinander.

Im Laufe ihrer Karriere wurden ihr bereits zahlreiche Auszeichnungen verliehen, sie trug bei renommierten Kongressen und Konferenzen weltweit als Key Note vor und publizierte in hochrangigen wissenschaftlichen Journalen.

Pain Science

Im Kontext Patient Education und Gesundheitskompetenz

Der bewusste Einsatz von Wissensvermittlung über Schmerzbiologie kann als eine eigene Therapieform betrachtet werden. Es gibt immer mehr Hinweise, dass „Schmerzen Verstehen“ einen wichtigen Teil der PatientInnenedukation bildet, setzt aber voraus, dass KlinikerInnen auch selber über ein fundiertes Wissen zur Schmerzphysiologie verfügen.

Die theoretischen neurowissenschaftlichen Hintergründe dazu sind komplex und anspruchsvoll, entsprechend ist die Herausforderung, dieses theoretische Wissen in eine therapeutische Intervention umzuwandeln. In dieser Practical Lecture werden wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse verbunden mit neurophysiologischen Prozessen der Schmerzentstehung und Verarbeitung vermittelt. Die TeilnehmerInnen können dadurch ihre diesbezügliche Wissensbasis aktualisieren und vertiefen, als Grundlage für die persönliche Überzeugung, es selber ausreichend genug „zu verstehen“ um es dann auch PatientInnen kompetent zu vermitteln. Für die klinische Implementierung werden Strategien vermittelt, wie PatientInnen neurowissenschaftliche Schmerzmechanismen anhand von therapeutischen Erzählungen (narratives clinical reasoning) und Zeichnungen klinisch erklärt werden können.

Hugo Stam, MAppSc, B.PT, MMPAA

Physiotherapeut, PT OMTsvomp®, IMTA Principal Teacher

Hugo Stam hat seine Physiotherapie Grundausbildung 1981 in Amsterdam abgeschlossen. Sein Masterstudium in manueller Therapie absolvierte er 1987-1993  in Australien an der Universität von Südaustralien in Adelaide. Seit 1982 lebt er in der Schweiz, als Kliniker arbeitete er langjährig in einer Rehaklinik und in den letzten Jahren in seiner eigenen Privatpraxis in Würenlingen. Seit 1990 ist er als Lehrer Mitglied der International Maitland Teachers Association (IMTA), seit 1994 auch Teil der teaching faculty des Neuro-Orthopädischen Instituts (NOI).  Seine klinische Spezialisierung und die dementsprechenden Unterrrichtsschwerpunkte umfassen die manuelle Therapie, schmerzbiologische Prozesse und klinische PatientInnenedukation.

Wundmanagement im Extramuralen Bereich

Challenges für das Therapeutische Team

Die fachliche Kompetenz des Wundmanagements entwickelt sich durch einschlägige Ausbildungen gezielt zu einer Kernkompetenz und gewinnt zusehends an Bedeutung in der gelungenen PatientInnen Versorgung. In Form von Advanced Practice Nurses oder WundärztInnen wird für PatientInnen zukünftig ein ganz neuer Zugang in der Versorgung sichergestellt sein.

Wer im Therapiealltag mit Wunden konfrontiert ist und sich eingehend mit Wundheilung beschäftigt, weiß welch große Bedeutung dem interdisziplinären therapeutischen Team in der erfolgreichen Behandlung zuzuschreiben ist. Anders als im Intramuralen Bereich, ist genau diese Zusammenarbeit im Extramuralen Setting jedoch eine große Herausforderung. Der Umstand, dass sich Behandlungszeiten kaum überschneiden und somit der Austausch im Team erschwert ist, erfordert durchdachte Kommunikation. Tools für den regelmäßigen fachlichen Austausch werden unerlässlich. In Zeiten des umfangreichen Datenschutzes sind in diesem Bereich beachtliche Hürden zu überwinden. Die PatientInnen Edukation sollte abgestimmt und einheitlich gestaltet sein, um eine höhere Compliance zu erzielen. Anhand von best practice Beispielen aus der gelebten Praxis werden verschiedene Herausforderungen dargestellt und mit modernen Lösungsansätzen präsentiert. Schwerpunktmäßig werden wir uns in dieser Practical Lecture mit der Kommunikation im interdisziplinären Team sowie der PatientInnen Edukation im Bereich Wundmanagment auseinander setzen. Den inhaltlichen Fokus richten wir auf Krankheitsbilder wie Lymphödem oder CVI.

Karoline Kinsky, BA

Diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerin, Pädagogin, Lebens- und Sozialberaterin, Freiberufliche Wundmanagerin, Entlassungsmanagerin

Der Rote Faden der Pflege zieht sich durch die über 20 Jahre Berufserfahrung. Allerdings ist die Reise bis lang eine vielfältige und abwechsungsreiche gewesen. So bringt sie Know How aus der stationären wie ambulanten Pflege, Kinder bis SeniorInnen und auch der Freiberuflichen Karriere als Wundmanagerin mit.

Schon kurz nach dem Diplom 1999 beginnt die zweisprachig aufgewachsene Diplompflegekraft, Medizinisches Englisch an den Krankenpflegeschulen und der Hebammen Akademie in Salzburg zu unterrichten. Dort hat sie auch ihren pflegerischen Abschluss gemacht.

Die Lust an der Erwachsenenbildung treibt sie zu einem berufsbegleitenden Studium der Erziehungswissenschaften in Salzburg an. Welches ihr ganz neue Möglichkeiten eröffnet und trotz ihres weiteren Engagements in der Pflege kein Hindernis für zusätzliche Ausbildungen den Bereichen der Sexual Pädagogik, Sexual- und Paarberatung sowie der Lebens und Sozialberatung darstellen.

Nach zweimaliger Babypause kehrt sie dann in die Berufswelt zurück und beginnt in der Hauskrankenpflege die Liebe für die Langzeitpflege im extramuralen Bereich zu entdecken. Immer größer wird die Ratlosigkeit bei WundpatientInnen so dass eine weitere Ausbildung zur Wundmanagerin ihr Wissen erweitern lässt.

2017 startet sie freiberuflich als Wundmanagerin im Extramuralen Bereich und ist lediglich eine von nur vier freiberuflichen WundmanagerInnen in ganz Salzburg. 2018 gründet sie das Netzwerk für freiberufliche WM´s wodurch ein regelmäßiger Austausch unter den Kolleginnen gefördert wurde.

Bis heute ist die Angehörige des gehobenen Pflegedienstes freiberuflich tätig.

2019 übernimmt sie das Entlassungsmanagement des Krankenhauses Hallein. Ihr Pädagogik Studium mit dem Schwerpunkt Beratung und Erwachsenbildung kommt in diesem Bereich erneut zum Tragen. Sie setzt sich durch intensives Netzwerken für eine verbesserte Kommunikation zwischen Krankenhäusern und Langzeitpflegebereich im Extramuralen Bereich ein. Angehörigen Beratung und PatientInnen Edukation sind wesentliche Bestandteile ihrer täglichen Arbeit.

MENTAL GENIAL

Mentales Training als Chance des Vorsprungs im Therapieverlauf

Mentale Trainingsverfahren haben sich im Sport bereits etabliert und gelten als anerkannte Verfahren zur Lern- und Leistungssteigerung. Doch auch im Kontext der Rehabilitation konnten bereits positive Effekte erzielt werden. Verletzungen und Krankheiten sind ein massiver Einschnitt in den gewohnten Lebensrhythmus und bringen eine Vielzahl an psychischen Belastungsreaktionen mit sich. Ängste, Selbstwertprobleme, Stresssymptome aber auch Abkapselung und das Gefühl der sozialen Isolation treten in diesen Phasen gehäuft auf. Ziel der Anwendung mentaler Trainingsverfahren in der Rehabilitation ist es, die physische, psychische und soziale Rehabilitation zu beschleunigen und einen Beitrag zur parallelen Genesung von Körper und Geist zu leisten.

Dieser Workshop bietet einen Einblick in unterschiedliche mentale Trainingstechniken, die im Rehabilitationsprozess eingesetzt werden können und somit als Hilfestellung zur Erreichung und Verfolgung des Rehabilitationsziels dienen. Vorgestellt werden u.a. das mentale Training zur Aufrechterhaltung und Optimierung der Bewegungsausführung sowie kognitive Trainingsformen die PatientInnen nicht nur im Therapiesetting unterstützen, sondern auch zur gesundheitsfördernden Eigenleistung beitragen können. Methoden zur Entwicklung der Fertigkeit Selbstgespräche zu steuern um die Motivation und Befindlichkeit zu steigern, Bewusstwerdung und Regulierung der eigenen Spannungs- und Entspannungszustände sowie Emotions- und Schmerzregulation werden in diesem Workshop praxisnah erläutert und erprobt.

Mag. Mirjam Wolf

Sportpsychologin

Mag. Wolf studierte Psychologie an der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck. Nach ihrem Abschluss spezialisierte sie sich im Bereich Sportpsychologie und war lange Zeit Mitarbeiterin des österreichischen Bundesnetzwerks für Sportpsychologie (ÖBS – Kompetenzzentrum Innsbruck) sowie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Sportwissenschaften (Bereich Sportpsychologie). Seit 2015 leitet sie die sportpsychologische Koordinationsstelle des Landes Tirol am Institut für Sport-, Alpinmedizin und Gesundheitstourismus (ISAG). Zu ihren Hauptaufgaben zählen die sportpsychologische Betreuung und Beratung von diversen Spitzen- und NachwuchssportlerInnen, Teams, TrainerInnen und deren Umfeld sowie die Organisation und Koordination sportpsychologischer Projekte.

Weiters ist sie Lektorin an der Universität Innsbruck, an der UMIT Hall und Vortragende bei diversen Fortbildungen und Ausbildungen zum Thema Sportpsychologie, Mentalcoaching und Prävention sexualisierter Gewalt im Sport. Ihre Forschungs- und Aufgabenschwerpunkte beziehen sich auf die Persönlichkeitsentwicklung, auf geschlechtsspezifische Unterschiede im Sport sowie auf die Entwicklung sportartspezifischer mentaler Kompetenzen. Außerdem ist sie als Referentin bei diversen Veranstaltungen, Fort- und Weiterbildungen im Sport und in der Wirtschaft tätig.

Mentale Gesundheit und Leistungsoptimierung

Diese Practical Lecture vermittelt Theorien, Konzepte und Modelle zu den Themen Mentale Gesundheit, Motivation und Selbst(wert)management.

TeilnehmerInnen werden am eigenen Körper bewährte mentale Strategien und Kurzprogramme der Mentalen Gesundheit und der Leistungsoptimierung erfahren und einen Transfer auf den persönlichen Kontext (System / Situation) herstellen. Ziel ist, die Erkenntnisse und leistungsoptimierenden Maßnahmen in den Tagesablauf zu integrieren und sie selbständig und situationsangemessen anzuwenden.

Folgende Themenbereiche werden behandelt:

  • Motivationsstrategien („sich selbst und andere in den optimalen Zustand bringen“)
  • Veränderungsmotivation („aus der Komfortzone in die Entwicklungzone führen“)
  • Selbstwertmanagement („den inneren Kritiker überlisten“)
  • Mentale Einstellung (Ergebnis- oder / und Prozessorientierung)
  • Optimale Pausengestaltung (Belastungs- und Erholungsmanagement)
  • Routinen („abschließen, entspannen und umschalten, fokussieren“)
  • Stressmanagement (Umgang mit „unerwarteten Störfaktoren“)

Dr. Thomas Wörz

Sportwissenschafter, Psychotherapeut, Mentalcoach

Dr. Wörz bereitet seit vielen Jahren zahlreiche Weltklassesportler (Olympiasieger, Welt – und Europameister sowie Teams) mental auf Wettkampfhöhepunkte vor.

Den Schwerpunkt seiner Tätigkeit hat er auf Themen wie Mentale Einstellung, Resilienz, Teambildung, Motivation, Selbst- und Stressmanagement, sowie mentale Wettkampfvorbereitungsstrategien für Spitzensportler, Trainer & Manager gelegt. Zu diesen Themen hat er seine Kompetenz in zahlreichen internationalen TV- Auftritten, Seminaren und Vorträgen zum Ausdruck gebracht.

Der Sportwissenschafter, Psychotherapeut (Kognitive Verhaltenstherapie, Hypnotherapie) und Mentalcoach ist Lehrbeauftragter für Sportpsychologie und Psychoregulation an der Universität Salzburg. Derzeit leitet er das Nachwuchsleistungssport-Modell/SSM Salzburg und ist Präsident des VÖN (Verband österreichischer Nachwuchsleistungssport-Modelle).

Sprache als "Medikament"

Wie unsere Botschaften wirken

Als PhysiotherapeutInnen reagieren wir mit einem engagierten Behandlungsangebot auf einen präsentierten Schmerz oder

eine funktionelle Einschränkung seitens unserer PatientInnen. Dabei stellt Kommunikation oftmals den Schlüssel zum gemeinsamen Erfolg dar. Verbale Äußerungen die wir im therapeutischen Kontext mit auf den Weg geben, haben teilweise sogar mehr Gewicht als das, was wir tun. Daher sollten wir uns der Sensibilität dieses wichtigen Themas bewusst werden.

Die Dinge, die wir sagen, die Sprache, die wir verwenden und die Botschaften, die wir vermitteln haben einen wesentlichen

Einfluss auf die Therapie. Neben unseren kommunikativen Kompetenzen und dem Wording das wir anwenden, spielt aber auch eine Vielzahl anderer Faktoren eine bedeutsame Rolle. Einer jener nicht-spezifischen Faktoren ist in diesem Zusammenhang die Kinesiophobie. Es muss in unser Bewusstsein rücken, dass wir sowohl verbal aber auch nonverbal unsere eigenen Beliefs transportieren und damit unsere PatientInneninteraktion massiv beeinflussen. Daher ist es unumgänglich, den eigenen Zugang kritisch zu hinterfragen. Diese Eigenreflexion hat im Alltag der schmerztherapeutischen Praxis aber oft sehr wenig Raum. In dieser Practical Lecture versuchen wir, uns unserer eigenen Haltung bewusst zu werden.

Mag.a Michaela Perner, BSc.

Physiotherapeutin, Erziehungs- und Bildungswissenschafterin, zertifizierte Erwachsenenbildnerin

Mag. Perner hat mehrjährige Erfahrung in der Behandlung von orthopädischen und geriatrischen PatientInnen, sowie Kindern in der interdisziplinären mobilen Betreuung. In ihrem beruflichen Umfeld nimmt sie Lehrtätigkeiten in unterschiedlichen Institutionen wahr und ist in verschiedene Projektarbeiten mit dem Schwerpunkt Kommunikation involviert. darüber hinaus ist sie im Bereich Projektmanagement in der Erwachsenenbildung tätig: Konzeption und Umsetzung verschiedenster Projekte – zB Mobilität fördern / Styria vitalis).

Gemäß ihrem Lebensmotto “Go for whatever makes you happy” begleiten Mag. Perner diverse Ausbildungen auf ihrem beruflichen Werdegang:

2000-2001: Kindergartenpädagogin

2001-2006: Studium der Erziehungs- und Bildungswissenschaften an der KF Uni Graz (Schwerpunkt Erwachsenenbildung, Weiterbildung)

2006-2009: Event- und Projektmanagement, JUFA Graz

Seit 2009: freie Trainerin für Persönlichkeitsbildung, soziale Kompetenz, Bewerbungsmanagement

Seit 2009: Projektmanagement in der Erwachsenenbildung / Weiterbildung, LFI Steiermark

2012-2015: Physiotherapiestudium an der FH JOANNEUM Graz

2013-2015: Praktika in den Bereichen Neurologie (Judendorf-Straßengel), Interne Medizin (LKH Feldbach), Traumatologie & Orthopädie (LKH Judenburg, Klinikum Theresienhof Frohnleiten, Physio+Mur), Frauenheilkunde und Geburtshilfe (LKH Graz), Primärprävention (VS Schulschwestern Eggenberg), Physikalische Medizin (GKK)

2015: Physiotherapeutische Betreuung bei der „Crocodile Trophy“ (Mountainbike Stage Race)

Schulungsaspekte bei Menschen mit Atemnot

Atemnot ist, ähnlich wie Schmerz, eine subjektive Wahrnehmung, die von leicht einschränkend über mäßig, schwer bis hin zu kaum erträglich empfunden werden kann.

Menschen mit Atemnot haben wenige Kapazitäten frei für Informationsaufnahme, da ein Teil der Informationsaufnahme bereits durch das unangenehme oder bedrohliche Empfinden blockiert ist.

Die Bedürfnispyramide nach Maslow muss bei dieser PatientInnengruppe um den Faktor Dyspnoe angepasst werden, um ausreichend Alltagskompetenz und Autonomie zu erreichen.

Die Vermittlung von theoretischen und praktischen Inhalten soll zu einer Lebensstilveränderung anregen, um in der Verrichtung der täglichen Aktivitäten Erleichterung zu bringen.

Allerdings steht neben der Vermittlung der Fähigkeiten und Fertigkeiten die Art der Wissensvermittlung im Fokus, um bei reduzierter Aufmerksamkeit und Merkfähigkeit den größt möglichen Schulungserfolg zu erreichen.

Hierzu muss auf mitunter unkonventionelle und individuell auf den/die PatientIn abgestimmte Schulungstechniken zugegriffen werden.

Letztlich versucht der/die Schul

ende einen Menschen dazu zu bringen etwas zu tun, was er bis jetzt nicht oder nicht angepasst genug getan hat. Der/die PatientIn muss den Sinn seiner Verhaltensänderung erkennen und für ihn als nutzbringend einordnen können.

Dies ist der Garant für dauerhaften Erfolg im Umsetzen der Vermittlung von Maßnahmen zur Alltagsbewältigung trotz Atemnot.

Dr. Beate Krenek, MSc., MEd.,PT

  • Physiotherapeutin seit 1984 im Krankenhaus Hietzing an der Lungenabteilung
  • Seit damals regelmäßige Teilnahme an nationalen und internationalen Kongressen und fachspezifischen Ausbildungen
  • Aufbau des physiotherapeutischen Bereichs der pneumologischen Rehabilitation und Implementierung in verschiedenen Einrichtungen
  • Lehrtätigkeit an Akademien / Fachhochschulen für Physiotherapie seit 1990
  • Abhaltung von Kursen mit dem Schwerpunkt Atemphysiotherpie seit 1990 an diversen Ausbildungseinrichtungen, Spitälern und Rehabzentren
  • Physiotherapeutische Lehrgangsleitung des Universitätslehrgangs für kardiorespiratorische Physiotherapie an der Medizinischen Universität Graz ab 2019
  • Seit 2007 leitende Physiotherapeutin des Krankenhauses Hietzing
  • 2007 Abschluss des Masterlehrgangs für Pädagogik an der Universität Derby
  • 2010 Abschluss des Universitätslehrgangs kardiorespiratorische Physiotherapie an der medizinischen Universität Graz
  • 2015 Abschluss des Studiums Health Care Management an der Wirtschaftsuniversität Wien
  • 2015 Abschluss des Doktoratstudiums Medizinische Wissenschaften an der Medizinischen Universität Graz

Practical Lectures Session 2

In der zweiten parallel Session am Freitag 17.04.2020 finden die Practical Lectures von 16:00 bis 17:30 Uhr statt. Folgende Sessions stehen zur Auswahl, diese sind ab März buchbar. Wir kontaktieren Sie vor Freischaltung der Buchungsmöglichkeiten!

Targeting sensorimotor changes in chronic painDr. Tasha Stanton
Schmerzedukation in der klinischen PraxisGerti Bucher-Dollenz, MAS, MAS
Physiologik – Ein Kommunikationstool im ICF KontextHarald Bant, BSc
Bangemachen gilt nicht!Niels Fischer-Demuth
Die Behandlung beginnt mit der ersten FrageChristine Hamilton, M.Phty(Q)
Schmerzedukation in Aktion – Graded Exposure, Graded Activity, PacingBernhard Taxer, MSc

Abstracts und Speaker Session 2

Targeting sensorimotor changes in chronic pain

There is increasing evidence of sensory and motor cortical changes in people with chronic pain. This workshop will provide an overview of treatment strategies used to target the sensorimotor system, including practical demonstration. Specifically, a clinical overview of tactile discrimination training, graded motor imagery, and virtual/mediated reality will be undertaken with a focus on how these assessments can be used to generate discussion and understanding of bioplasticity.

Dr. Tasha Stanton

Associate Professor

Tasha arbeitet am Sansom Institute for Health Research an der University of South Australia in Adelaide. Schwerpunktmäßig forscht sie im Bereich Neuroscience.

Auf universitärer Ebene ist Tasha am National Health & Medical Research Council (NHMRC) als Early Career Fellow & Senior Research Fellow beschäftigt.

Für ihre Forschung erhielt sie Förderungen in Millionenhöhe und setzt sich seit Jahren intensiv mit den Themen explaining pain, postsurgical pain, pain-relieving, brain training, classification of back pain und vielen weiteren auseinander.

Im Laufe ihrer Karriere wurden ihr bereits zahlreiche Auszeichnungen verliehen, sie trug bei renommierten Kongressen und Konferenzen weltweit als Key Note vor und publizierte in hochrangigen wissenschaftlichen Journalen.

Schmerzedukation in der klinischen Praxis

Eine evidenzbasierte Intervention?

Seit mehr als 15 Jahren wird Schmerzedukation als bewusste therapeutische Intervention angewendet. Internationale Leitlinien empfehlen bei chronischen Schmerzzuständen die Schmerzedukation als wichtige Teilkomponente des gesamthaften biopsychosozialen Managements. Inzwischen gibt es viele Studien, inkl. 2 Metanalysen, die den Einfluss der Schmerzedukation auf Schmerz, Angstvermeidungsverhalten, Katastrophisierung und Funktion untersucht haben. Jedoch nicht alle Patienten profitieren gleichermaßen von dieser Intervention. Es stellt sich die Frage, bei welchen PatientInnen die Schmerzedukation am effektivsten ist und wie viel an Schmerzedukation es tatsächlich braucht. Zusätzlich geben wissenschaftliche Untersuchungen Hinweise darauf, dass wir bei der Behandlung von Schmerzen ganz bewusst auch geschlechterspezifische Unterschiede berücksichtigen müssen.

In dieser Practical Lecture wird darauf eingegangen, wann „Schmerzedukation“ indiziert ist, welche Bereiche sie umfasst und wie wir sie in der Praxis am effektivsten anwenden.

Gerti Bucher-Dollenz, MAS, MAS

Physiotherapeutin, PT OMTsvomp®, IMTA Senior Teacher

Gerti Bucher-Dollenz machte 1983 ihr Abschlussdiplom in Physiotherapie in Klagenfurt, Österreich. Nachdem sie in Österreich für kurze Zeit gearbeitet hatte, zog sie in die Schweiz. Dort arbeitete sie in verschiedenen Rehabilitationskliniken und -zentren, so auch 10 Jahre im Rehabilitationszentrum Valens, 1992 erwarb sie ein Postgraduierten-Diplom in „Advanced Manipulative Physiotherapy“ an der Universität Adelaide in Australien, 1993 den Abschluss als „Master of Applied Science in Physiotherapy“. Ebenfalls 1993 qualifizierte sie sich als Instruktorin bei der International Maitland Teachers Association (IMTA), deren Präsidentin sie von 2001 bis 2004 war. Außerdem unterrichtet sie beim Neuro Orthopaedic Institute (NOI). Gegenwärtig arbeitet Gerti in einer Privatpraxis in Heiligkreuz in der Schweiz und gibt Kurse in Manueller Therapie in verschiedenen europäischen Staaten. Ihre besonderen Interessen umfassen das Management orthopädischer PatientInnen, neuropathischer und chronischer Schmerzen sowie die Integration manueller Therapie bei der Behandlung neurologischer PatientInnen und im Speziellen die Neurophysiologie des Lernens.

Physiologik

Ein Kommunikationstool im ICF Kontext

In der Welt der Medizin hat sich in den letzten Jahrzehnten das ICF-Modell weitgehend etabliert. Ein Modell das die Beschwerden der PatientInnen aus bio-psycho-sozialer Sichtweise betrachtet. Weiters hat das ICF-Modell für eine Vereinheitlichung der Sprache in der therapeutischen Welt gesorgt.

Die ICF basierte Diagnose stellt den „Status Präsens“ – die momentane bio-psycho-soziale Belastbarkeit der PatientInnen – dar. Während des therapeutischen Prozesses schwankt die momentane Belastbarkeit der PatientInnen jedoch ständig. Deswegen stellen wir unseren PatientInnen immer die Frage: „Was hat sich seit der letzten Behandlung geändert?“. Durch diese Frage versuchen wir die momentane Belastbarkeit der PatientInnen einzuschätzen, evaluieren unsere Ziele und passen unsere Maßnahmen an.

Eine unserer vielen therapeutischen Interventionen ist die Förderung des Selbstmanagements der PatientInnen, das Erstellen von rehabilitationsfördernden motorischen Verhaltensrichtlinien für die 23,5 Stunden am Tag, in denen die PatientInnen auf sich allein gestellt sind.

Eine Maßnahme im Selbstmanagement ist das Durchführen eines Heimprogrammes. Dabei stoßen sowohl die PatientInnen, als auch die therapeutischen Richtlinien an ihre Grenzen. Durch die ständig schwankende Belastbarkeit unserer PatientInnen ist ein klarer Leitfaden betreffend Anzahl der Übungen und damit korrespondierenden Belastungsvariablen schwer zu ermitteln. Dies erfordert ein klares Bild über individuell physiologische Belastbarkeitsgrenzen seitens der PatientInnen.

Wie kann dieses Bild aussehen, wie kommunizieren wir es unseren PatientInnen, wie können die PatientInnen rasch und zuverlässig auf Schwankungen reagieren und ihr Tun reflektieren?

Physiologik ist ein einfaches und vielseitiges Kommunikationstool, das während des gesamten therapeutischen Prozesses zur Steuerung der Belastungsvariablen leicht ein- und umsetzbar ist.

Harald Bant, BSc

Physiotherapeut

Aktuelle Tätigkeiten:

  • Sportphysiotherapeut und Direktor ESP Science & Education
  • Direktor Nexus Fortbildungsinstitut für Physiotherapie
  • Mitglied Expertenteam SART
  • Mitherausgeber der Zeitschrift für Sportphysiotherapie (Thieme Verlag)
  • Buchautor & Internationaler Dozent

Im Jahr 2001 entwickelte Harald Bant, BSc gemeinsam mit Drs. Robert van den Berg die Idee, ein Netzwerk aufzubauen, das sowohl als Ausbildungsakademie als auch als Informationsplattform im Bereich der Sportphysiotherapie dient: ESP Science & Education. Dabei handelt es sich um eine professionelle Organisation, die Schulungen und Kurse im Bereich qualitativ hochwertiger Evidenz und hoher Praxisorientierung anbietet.

Bangemachen gilt nicht!

In Zeiten modernster Diagnostik und chirurgischer Interventionen wird es für PatientInnen immer schwieriger, den Überblick über therapeutische Möglichkeiten bei den verschiedensten Diagnosen zu bewahren. Oft sind PatientInnen ohne medizinisches Vorwissen gar nicht in der Lage, die Diagnose zu verstehen und Zusammenhänge zwischen Ursache und Folgen und der Relevanz für ihre Beschwerden zu erfassen. Das Thema: „Bangemachen gilt nicht!“ ist in den letzten Jahren zur Herzensangelegenheit für Niels Fischer-Demuth geworden. Gemeinsam mit seinem Freund und Kollegen Axel Berg hat er in Deutschland das Konzept für ein FOI Alternativ-Verfahren bei Operationsindikationen entwickelt, welches bereits sehr erfolgreich mit derzeit 7 regionalen Betriebskrankenkassen (BKK`n) durchgeführt wird. Dieses Konzept ist nicht gegen die Schulmedizin, sondern für ein interdisziplinäres Zusammenarbeiten von Funktions- und Strukturmedizin.

Niels Fischer Demuth

Physiotherapeut & Heilpraktiker

Als Niels Fischer Demuth Anfang 2005 nach seiner Heilpraktiker- und Physiotherapieausbildung mit der FOI Ausbildung begonnen hat, wusste er noch nicht wohin ihn die Reise mit dieser Therapiemethode und den Menschen, denen er seitdem begegnen durfte, bringt. Seine Vision ist es den Menschen in seiner Gesamtheit im Gesundheitswesen wieder in den Mittelpunkt zu stellen. Diese Vision motiviert ihn in seiner praktischen Arbeit an PatientInnen und in der FOI Ausbildung von TherapeutInnen in der Schweiz, Österreich und Deutschland. Grundlegende Veränderungen beginnen oftmals im Kleinen, somit ist die Ausbildung und Sensibilisierung für die individuelle Physiologie für das Ausbildungsinstitut für Funktionelle Orthonomie und Integration FOI essentiell.

Niels Fischer Demuth ist überzeugter FOI Therapeut und auch selbst Dozent, zudem ist er Mitinhaber des Ausbildungsinstituts für Funktionelle Orthonomie und Integration FOI. Durch die Verbandsarbeit in der Schweiz mit dem SVFOI, konnte sich die FOI als eigenständige Therapieform im Tarif 590 und bei den Registrierungsstellen für Komplementärmedizin ASCA und EMR akkreditieren lassen.

Publikationen:

  • Bangemachen gilt nicht!: 13.11.2017 ISBN: 978-3-7439-7714-3
  • Neuanfang: 14.11.2007 ISBN: 978-3-7439-7711-2
  • Operation, das Geschäft mit der Krankheit: 10.01.2019 ISBN: 978-3-7482-2165-4

Die Behandlung beginnt mit der ersten Frage

Lassen Sie sich von Ihren PatientInnen steuern!

Stellen wir uns einleitend die Frage, wie viele Informationen und Untersuchungen nötig sind, um PatientInnen einzuordnen und sicher und effizient zu behandeln.

PatientInnenspezifische Beschwerden während Alltags-Aktivitäten werden aus dem offenen Gespräch eruiert und als Leitfaden für die multimodale Behandlung benutzt.

Mit klarem Fokus auf die jeweilige patientInnenspezifische Funktion werden weitere Fragen und Untersuchungen, edukative Maßnahmen sowie therapeutische Übungen evidenzinformiert und pragmatisch auf die PatientInnen zugeschnitten.

Doch nun stehen wir vor der Herausforderung, dass KEIN Einzelkonzept ausreichend umfassend ist, um der Vielfältigkeit muskuloskelettaler Beschwerden gerecht zu werden. Daher ist multimodales Vorgehen angebracht!

Jedoch bedeutet multimodal NICHT „alles auf einmal“!

Aus dem großen Spektrum der aktiven, passiven und edukativen Behandlungsstrategien werden wir abschließend gemeinsam klinische Entscheidungen treffen und folgende Fragestellungen argumentieren:

Womit beginne ich meine Behandlung? Wie setze ich sie fort?

Wie gestalte ich therapeutische Übungen für patientInnenspezifische Symptommodifikation?

Wie dosiere ich die therapeutischen Übungen herausfordernd aber nicht überfordernd?

Wie gliedere ich Aktivität in die PatientInnen-Edukation ein (und umgekehrt) damit aus der multimodalen eine transmodale Behandlung wird?

Diese Practical Lecture wird auf einem spannenden Fallbeispiel aufgebaut.

Christine Hamilton, M. Phty (Q)

Bachelor (B. Phty) und Masters of Physiotherapie (Q)

Christine Hamilton machte ihren Abschluss an der University of Queensland, Australien. Sie ist Physiotherapeutin mit 30 Jahren internationaler klinischer Praxiserfahrung. Aufbauend auf diese Erfahrung, zahlreichen Publikationen und der Zusammenarbeit mit dem australischen Forschungsteam der University of Queensland vermittelt die Referentin umfangreiches Wissen und viele „Insider Tipps“ zu anspruchsvollen und effektiven Behandlungsmethoden im Forschungsbereich der tiefen Muskelfunktionen und Rückenbeschwerden. Seit 1996 ist sie Mitglied der lokalen Gelenkstabilitätsforschungsgruppe an der Universität of Queensland unter der Leitung von Dr. Carolyn Richardson. Christine Hamilton ist zudem Privatdozentin der Medizinischen Universität Wien.

Schmerzedukation in Aktion

Graded Exposure, Graded Activity, Pacing

PatientInnen-Edukation zu den Themen Schmerzverarbeitung und Nozizeption bzw. zur adaptierten Steigerung von Aktivität sind ein wesentlicher Bestandteil eines umfassenden Schmerzmanagements. International angewandte und evidenzbasierte Methoden zur Schmerzedukation finden sich unter den Begriffen „Explain Pain“, „Pain Neuroscience Education“ oder vereinfacht „Pain Education“ wieder. Gemein ist diesen Anwendungen nicht nur der umfassende Inhalt zu den Themen Nozizeption, Sensibilisierung oder auch Stress-Systemen sondern auch die jeweilige Evidenz der Effektivität von „Schmerz-Aufklärung“. Dies gilt sowohl bei akuten, vor allem aber bei persistierenden Syndromen. Systematische Übersichtsarbeiten zeigen allerdings aus den letzten 20 Jahren dieser therapeutischen Methodik, dass eine alleinige Edukation nur bedingt eine nachhaltige Effektivität aufweist. Ohne den aktivitätsorientierten Zugang und der Förderung von Selbstwirksamkeit der Betroffenen bringt auch die beste Edukation und erweitertes Wissen nur bedingt die erwünschten Verbesserungen.

Das Wissen über die Funktion von Schmerz und vor allem der dementsprechende Übertrag in eine graduierte Aktivitätssteigerung sind Inhalte dieser Practical Lecture. Die TeilnehmerInnen erlernen die Prinzipien von Graded Exposure und Graded Activity, mögliche Pacing-Prinzipien aber auch die Grundsätze von Graded Motor Imagery (GMI), einem stufenweise aufgebauten Aktivitätsansatz im Rahmen einer Schmerz-, Funktions- und Aktivitätsrehabilitation. Die durchaus bekannte und auch schon jahrzehntelang angewandte Spiegeltherapie bildet dabei einen Baustein von GMI. Grundlagenforschung im Schmerzbereich konnte darauf hinweisen, dass unter Umständen spiegeltherapeutische Prinzipien zu früh im Rahmen der Rehabilitation angewendet werden und es häufig nicht zur erhofften Besserung kommt. Allzu oft führt dies zu einer ungerechtfertigten Verbannung von Spiegeltherapie, obwohl es im Zuge der Behandlung zu einem späteren Zeitpunkt, nach stufenweise gesteigertem Aufbau, vielleicht sogar möglich wäre darauf zurück zu greifen.

Dieses Hintergrundwissen wird hierbei mittels theoretisch vermitteltem Input und der Möglichkeit der praktischen Umsetzung erarbeitet, reflektiert und auf klinische Bereiche im Rahmen der neuro-muskulo-skelettalen Rehabilitation umgelegt.

Bernhard Taxer, MSc

Physiotherapeut, PT OMT, Hochschullektor (FH)

Bernhard machte 2005 sein Abschlussdiplom an der Akademie für Physiotherapie in Innsbruck und arbeitete zu Beginn drei Jahre lang an der Universitätsklinik für Psychiatrie in Innsbruck bevor es ihn nach Graz verschlug und er in einer Rehaklinik ebenfalls drei Jahre tätig war. Neben einer einjährigen Karenzvertretung im UKH Graz arbeitet er nun seit 2009 freiberuflich in einer Praxis in Graz und ist außerdem als Lehrender an der FH JOANNEUM Graz am Studiengang Physiotherapie angestellt. Zusätzlich befindet er sich in der Assistenzausbildung für das CRAFTA®-Konzept und lehrt extern an der FH Burgenland. Seit 2017 befindet sich Bernhard in einem PhD Programm der Paracelsus Medizinischen Universität in Salzburg, seinen Master of Science in Muskuloskelettaler Physiotherapie (OMT) schloss er 2013 mit einer Thesis zum Thema Kopfschmerz an der Donau Universität Krems ab.  Zu seinen physiotherapeutischen Hauptinteressen zählen die Behandlung von neuropathischen und persistierenden Schmerzsyndromen, die manual- und physiotherapeutische Behandlung von Kopf- und Gesichtsschmerzen, sowie die Rolle der Kommunikation, Emotion  und Interaktion im Rahmen der Physiotherapie.

Practical Lectures Session 3

In der dritten parallel Session am Samstag 18.04.2020 finden die Practical Lectures von 13:30 bis 15:00 Uhr statt. Folgende Sessions stehen zur Auswahl, diese sind ab März buchbar. Wir kontaktieren Sie vor Freischaltung der Buchungsmöglichkeiten!

The modern story of osteoarthritisDr. Tasha Stanton
Digital Healthcare – die Zukunft der Gesundheit für ALLE begreifbar (FH St. Pölten)Jürgen Maureder, BSc und FH-Prof. Jakob Doppler, MSc
Patient Education – How do the Brit’s do it? Engaging people in their own healthcare and encourage activity & exerciseMaria Peer, PhD, MSc
Die Gesundheitskompetenz Jugendlicher mittels www.feel-ok.at fördernMag. Dr. Inge Zelinka-Roitner
Wie wichtig ist Edukation und Kommunikation bei Arthrose?FH-Prof. Barbara Wondrasch, PhD
„Ja, aber …“ – Motivieren Sie noch oder coachen Sie schon?Nils Boettcher, BSc, MA

Abstracts und Speaker Session 3

The modern story of osteoarthritis

This lecture will explore how we can reframe an old condition – osteoarthritis – typically thought of in terms of joint degeneration to our new understanding of osteoarthritis as a low level inflammatory condition with concurrent neuroimmune changes. This lecture will focus on the current evidence underlying inflammation and central nervous system changes in osteoarthritis and will focus on how we might communicate this information to patients and why this might matter. This lecture will specifically explore the way that we can change our language and challenge unhelpful beliefs or pain cognitions in people with osteoarthritis.

Dr. Tasha Stanton

Associate Professor

Tasha arbeitet am Sansom Institute for Health Research an der University of South Australia in Adelaide. Schwerpunktmäßig forscht sie im Bereich Neuroscience.

Auf universitärer Ebene ist Tasha am National Health & Medical Research Council (NHMRC) als Early Career Fellow & Senior Research Fellow beschäftigt.

Für ihre Forschung erhielt sie Förderungen in Millionenhöhe und setzt sich seit Jahren intensiv mit den Themen explaining pain, postsurgical pain, pain-relieving, brain training, classification of back pain und vielen weiteren auseinander.

Im Laufe ihrer Karriere wurden ihr bereits zahlreiche Auszeichnungen verliehen, sie trug bei renommierten Kongressen und Konferenzen weltweit als Key Note vor und publizierte in hochrangigen wissenschaftlichen Journalen.

Digital Healthcare

Die Zukunft der Gesundheit für ALLE begreifbar (FH St. Pölten)

Wir blicken auf aktuelle Trends im Digital Healthcare Bereich, zeigen praxisnahe Anwendungsbeispiele im klinischen Alltag von medizinischen Berufen (zB: Virtual Reality in der Rehabilitation oder künstliche Intelligenz in der Medizin) und präsentieren Forschungsprojekte der FH St. Pölten (Digital Roadshow im Ausstellerbereich).

Der Schwerpunkt dieser Practical Lecture liegt auf “FallTec” – eine Sensor-basierte Sturz-Prävention für PatientInnen mit Demenz.

Viele ältere Menschen leiden unter den Folgen von Stürzen, welche Kosten von ca. 32 Milliarden Euro in Europa
verursachen [1]. Reduzierte Lebensqualität und frühzeitiger Tod sind die Folgen eines Sturzes. Das Sturzrisiko ist bei Demenzerkrankten 2-3x erhöht[2]. Eine Gang-Analyse erkennt bei dieser Gruppe von Menschen das Sturzrisiko und dadurch können präventive Maßnahmen frühzeitig eingeleitet werden [3]. Ziel dieses Projektes ist, Gangmuster zu detektieren und das Sturzrisiko zu ermitteln. Dafür wurde ein Sturzerkennungs-System basierend auf einem tragbaren Sensor entwickelt. Studien zeigen, dass Gangparameter wie geringe Kadenz und erhöhte Schrittlängen-Differenz nicht nur das Sturzrisiko aufzeigen, sondern auch auf eine beginnende Demenz hindeuten können [4]. Der “FallTec” Prototyp soll das Sturzrisiko reduzieren – der Demenz-Erkrankte muss diesen lediglich tragen. Die erhobenen Daten werden verwertet und in einer web-basierten Applikation visualisiert und notwendige präventive Maßnahmen dadurch aufgezeigt. “FallTec” kann somit ein nützliches Werkzeug zur Verbesserung der Lebensqualität und der Reduktion von Kosten durch Stürze darstellen.

[1] S. Turner, R. Kisser, and W. Rogmans, “EuroSafe Falls Report EU-28.” European Association for Injury Prevention and
Safety Promotion, Jun-2015.
[2] J. Härlein, T. Dassen, R. J. G. Halfens, and C. Heinze, “Fall risk factors in older people with dementia or cognitive impairment: a systematic review,” J. Adv. Nurs., vol. 65, no. 5, pp. 922–933, May 2009.
[3] E. Dolatabadi, K. Van Ooteghem, B. Taati, and A. Iaboni, “Quantitative Mobility Assessment for Fall Risk Prediction in Dementia: A Systematic Review,” Dement. Geriatr. Cogn. Disord., vol. 45, no. 5–6, pp. 353–367, 2018.
[4] O. Beauchet et al., “Poor Gait Performance and Prediction of Dementia: Results From a Meta-Analysis,” J. Am. Med. Dir. Assoc., vol. 17, no. 6, pp. 482–490, Jun. 2016.

Bereits jetzt ist ermöglichen wir einen Einblick in folgende Projekte:

1. Digital Healthcare Explained Handy-App by Andi Jakl (Winner Amazon Summerian Contest 2019): https://www.youtube.com/watch?v=L4Ao0NC0rHE
2. KARLI Virtual Reality Handy-App (MDH Students)
Kidfriendly Augmented Reality Learning Interface – Learn about the human body by having a look inside: https://showreel.mdh.fhstp.ac.at/4991/karli-kidfriendly-augmentedreality-learning-interface/
3. PAROOT Handy-App (MDH Students) A healthcare professional calling system which reduces noise,
stress and alarm fatigue: https://showreel.mdh.fhstp.ac.at/5085/parot-call-me-by-your-need/

Jürgen Maureder, BSc

Physiotherapeut

Jürgen Maurder ist der leitende Physiotherapeut für HochleistungssportlerInnen am MZA Wien und freiberuflicher Physiotherapeut im Bereich (Sport-) Orthopädie / Traumatologie sowie Bewegungsanalyse. Er absolviert derzeit das Master-Studium Digital Healthcare mit Schwerpunkt „Specialization Healthcare Technology Development“ an der FH St. Pölten.

Patient Education – How do the Brit’s do it?

Engaging people in their own healthcare, and encourage activity and exercise

Im britischen Gesundheitssystem (National Health System [NHS]) sind Wartezeiten auf eine therapeutische Intervention von bis zu 18 Wochen und eine Maximalanzahl von drei bis vier Therapieeinheiten nichts Ungewöhnliches. Kosteneffiziente Behandlungen mit dem Fokus auf evidenzbasiertes Arbeiten, PatientInneninformation und Förderung der Fähigkeit der PatientInnen auf die eigene Gesundheit zu achten, spielen daher eine zentrale Rolle (National Institute for Health and Care Excellence 2019). Die Teilnahme an körperlicher Aktivität führt anerkanntermaßen zu einer Vielzahl von Vorteilen, nicht zuletzt für die Gesundheit der Einzelnen. So definiert die Weltgesundheitsorganisation (WHO) den Mangel an körperlicher Aktivität als vierthäufigsten Risikofaktor für die Sterblichkeit (WHO 2019) – in Schottland führt dies zu fast 2.500 Todesfällen und kostet der NHS rund 91 Millionen Pfund pro Jahr (Scottish Government 2019).

‘Why you should take your dog for a walk even if you don’t have one’ (Biddle and Mutrie 2015, p.3)

Diese ‘Practical Lecture’ widmet sich der Psychologie der körperlichen Aktivität und beschreibt Modelle und Theorien der Verhaltensänderung sowie deren praktische Implikationen. Ein besseres Verständnis dieser Modelle kann ‘Health Professionals’ helfen die aktive Teilnahme der PatientInnen im Therapieprozess zu fördern und dementsprechend zu signifikanten Verbesserungen der Gesundheit führen.

Dr. Maria Peer, MSc

Physiotherapeutin

Dr. Maria Peers dreizehnjährige klinische Erfahrung als Physiotherapeutin wurde in den letzten Jahren intensiv durch wissenschaftliche Tätigkeiten ergänzt. Im Zuge Ihres Master (2010) und PhD (2017) Studiums an der Queen Margaret University in Edinburgh (Schottland) wurden Kenntnisse im Bereich der wissenschaftliche Projektplanung, Ausführung, Ergebnispublikation (via Konferenzen und internationalen Zeitschriften) sowie Projektsubvention gesammelt. Das Thema Ihrer PhD Arbeit umfasste die Evaluierung von funktionellen Fähigkeiten und neuromuskulären Leistungskapazitäten vor und nach einer rekonstruktiven Knieoperation. Dabei widmete sich Dr. Peer der Datenanalyse von subjektiven und objektiven funktionellen Messverfahren, Kraftmessplattformen, Dynamometern, Elektromyografie und der peripheren Nervenstimulation. Wissenschaftliche Arbeiten wurden in Zusammenarbeit mit dem medizinisch-wissenschaftlichen Team der ‘Robert Jones and Agnes Hunt Orthopaedic Hospital NHS Foundation Trust’ (England) und der ’Royal Infirmary Edinburgh’ (Schottland) erstellt. Dr. Peers wissenschaftliches Interesse umfasst die Evaluierung von physiologischen und funktionellen Gesundheitsindikatoren in Prävention als auch Rehabilitation, sowie die Auswirkung von körperlicher Aktivität auf die Gesundheit.

Die Gesundheitskompetenz Jugendlicher mittels www.feel-ok.at fördern

Wissen, verstehen, anwenden und entscheiden bilden zentrale Elemente der Gesundheitskompetenz von Kindern und Jugendlichen (vgl. „Gesundheitskompetenz von Kindern und Jugendlichen“, Maier & Felder-Puig, 2017). In der Phase der Adoleszenz kommt es zu grundlegenden geistigen, körperlichen und emotionalen Entwicklungsprozessen, die auch das Gesundheits- bzw. Risikoverhalten prägen. Durch eine gezielte Förderung der Gesundheitskompetenz in diesem Alter erwartet man sich ein günstigeres Gesundheitsverhalten.

Jugendliche verbessern im Heranwachsen ihre kognitiven Fähigkeiten, die Informationsverarbeitung und die kognitive Selbstregulation (Planungsdenken) (vgl. Berk, 2011). All das ist wichtig, um gesunde Entscheidungen treffen zu können.

Üblicherweise kommen Kinder und Jugendliche seltener mit dem Gesundheitssystem in Kontakt als Erwachsene. Dennoch brauchen Jugendliche fundiertes Gesundheitswissen, um später die richtigen Entscheidungen treffen zu können. Für die sogenannte digitale Generation stellt die Beschaffung von Informationen an sich kein Hindernis dar. Umso wichtiger ist es, seriöses, evidenzbasiertes, fachlich fundiertes Gesundheitswissen frei von kommerzieller Werbung in einem digitalen Informationsportal anzubieten: das Internetportal www.feel-ok.at ist bundesweit verfügbar. In jugendgerechter Sprache werden Fachwissen und Informationen interaktiv durch Texte, Videos, Spiele und Tests vermittelt.

Themenschwerpunkte sind unter anderem Sucht und Genuss, Ernährung, Bewegung, Gewalt, Liebe und Sexualität, Prävention und Versorgung. feel-ok.a wendet sich auch an MultiplikatorInnen und Eltern.

Nach einer kurzen Einleitung zum Thema Gesundheitskompetenz und der Vorstellung des transtheoretischen Modells von feel-ok wird in dieser Practical Lecture themenzentriert mit der Website gearbeitet und diskutiert, wie man diese in der Berufspraxis optimal einsetzen kann.

Mag. Dr. Ingeborg Zelinka-Roitner

Soziologin, Sozial- und Wirtschaftswissenschafterin

Berufliche Tätigkeiten

09/14 – dato
Bereichsleitung Kindergarten/ Schule bei Styria vitalis, Graz

03/99 – dato
Lehrtätigkeit am Institut für Soziologie (KF-Uni Graz), der Pädagogischen
Hochschule Steiermark, der Medizinischen Universität Graz

01/01 – 09/14
Soziologin im Sozialmedizinischen Zentrum SMZ Liebenau,
Gesundheitsförderung, Projektentwicklung und Öffentlichkeitsarbeit

10/00 – 02/01
DaF (Deutsch als Fremdsprache)- Unterricht,  Verein DANAIDA Graz

03/99 – 03/03
Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Spezialforschungsbereich (SFB) Moderne
– Wien und Zentraleuropa um 1900

Ausbildung

03/98 – 03/04
Doktoratsstudium Sozial- und Wirtschaftswissenschaften/ Soziologie

09/98 – 01/01
Universitätslehrgang Deutsch als Fremdsprache.

09/92 – 01/98
Diplomstudium Soziologie/ Anglistik-Amerikanistik, Karl-Franzens Universität Graz

Mitgliedschaften:

  • Mitglied im Fachbeirat des Projektes SOHA (Gesundheitsförderungsprojekt an Volksschulen)
  • Mitglied im Fachbeirat des Projektes EmMi (Schwerpunkt Psychische Gesundheit von Migrantinnen)
  • Mitglied der Grazer Gesellschaft für Soziologie
  • Mitglied im Kernteam der Österreichischen Plattform Gesundheitskompetenz (seit 2016)

Wie wichtig ist Edukation und Kommunikation bei Arthrose?

Rund 1,4 Millionen ÖsterreicherInnen leiden an Arthrose, die meisten davon an Hüft- und Kniegelenksarthrose. Arthrose ist eine Erkrankung, die vom Knorpel ausgeht aber das gesamte Gelenk betrifft. Die Kardinalsymptome sind Schmerz und Schwellung und daraus resultiert eine eingeschränkte Gelenksfunktion. Ein Phänomen, das in keinem anderen muskuloskelettalen Krankheitsbild so eindeutig auftritt, ist die fehlende Korrelation zwischen Symptomen bzw. subjektiver Beeinträchtigung und der tatsächlichen strukturellen Veränderung, die mittels Bildgebung erhoben werden. Daraus lässt sich schließen, dass es neben diesem strukturellen Schaden noch andere Faktoren gibt, die das Erscheinungsbild von Arthrose und vor allem den Umgang mit dieser Erkrankung beeinflussen. Die Behandlung umfasst sowohl operative als auch nicht operative Methoden, wobei die Physiotherapie hier als „First-Line“ Behandlung zu nennen ist. Zahlreiche Studien zeigen, dass eine Physiotherapie mit gezielten aber auch individualisierten Übungen inklusive Modifikation zu einer eindeutigen Verbesserung der Symptome führt. Trotzdem ist es im Alltag immer noch sehr schwierig PatientInnen davon zu überzeugen und so die notwendige Compliance zu bewirken.

Ein Arthroseprogramm aus Dänemark – Good Life with osteArthritis in Denmark (GLA:D®) – hat das geschafft und die brennende Frage ist „Wie? Was hat dieses Programm, was andere Programme nicht haben?“ Dieser Workshop beschäftigt sich mit dem Hintergrund und den Überlegungen von GLA:D und zeigt auf, wie wichtig Edukation und Kommunikation bei PatientInnen mit Arthrose ist.

FH-Prof. Barbara Wondrasch, PT, PhD

Physiotherapeutin

Barbara Wondrasch ist seit 1996 Physiotherapeutin und arbeitet vorwiegend in orthopädischen und unfallchirurgischen Bereichen. 2010 schloss sie das Masterstudium „Evidence-based Physiotherapy“ an der FH Campus-Wien ab. Unmittelbar danach ging sie nach Oslo (Norwegen), um an der Norwegischen Sportuniversität ein Doktoratsstudium zu absolvieren, das sie 2015 erfolgreich beendet hat. Seit 2012 arbeitet Barbara Wondrasch als Dozentin (Schwerpunkte: wissenschaftliches Arbeiten, Orthopädie und Traumatologie) und Forscherin an der FH St. Pölten (Department Gesundheit), wo sie in viele wissenschaftliche Projekte involviert ist. Der Schwerpunkt ihrer klinischen und wissenschaftlichen Tätigkeit ist die Prävention und Behandlung von Gelenksverletzungen- und schäden und hier vor allem die Arthrose.

Barbara Wondrasch ist Präsidiumsmitglied des Verbandes für Physiotherapie in Österreich (Physio Austria). Zusätzlich ist sie aktives Mitglied des Fachnetzwerks Sportphysiotherapie sowie von internationalen Gesellschaften (ICRS, ESSKA, AGA und EUSSER). Barbara Wondrasch hat zahlreiche Publikationen als Erst- und Koautorin in internationalen Topjournals und ist seit Jahren Referentin auf nationalen und internationalen Kongressen.

„Ja, aber …“ – Motivieren Sie noch oder coachen Sie schon?

Es heißt, dass die Motivation in unseren PatientInnen steckt. Aber wie kommt sie zum Vorschein, so dass sie als treibende Kraft für die tatsächliche und regelmäßige Umsetzung von z.B. Übungsprogrammen wirkt und PatientInnen die Eigenverantwortung für ihre Genesung übernehmen?

In dieser Practical Lecture generieren Sie eine Vielfalt an Ideen für Ihren Praxisalltag. Ideen, wie Sie neben der üblichen und sinnvollen Edukation, im Besonderen die Eigenmotivation Ihrer PatientInnen adressieren können und deren aktiven Weg zum Ziel sichtbar und begreifbar machen.

Mit der Kombination von Methoden aus dem Motivational Interviewing und dem systemischen Coaching bieten Sie Ihren PatientInnen zukünftig hilfreiche Unterstützung bei der eigenen Verhaltensänderung. Zudem werden Sie Ihr Repertoire im Umgang mit PatientInnen, die noch abwägen, ergänzen.

Nils Boettcher, BSc, MA

Physiotherapeut, Coach und Supervisor (BSO), Lehrcoach (ECA)

Über fünfzehn Jahre sammelte Nils Boettcher als Physiotherapeut Erfahrungen mit Menschen, die ihr Gesundheitsverhalten ändern wollten – oder eben auch nicht. Ansätze aus dem Coaching und speziell das Motivational Interviewing hat er dabei ständig integriert.

Heute ist sein zentrales Thema die Vermittlung kommunikativer Kompetenz für GesundheitsexpertInnen, die die Basis für eine gelingende Verhaltensänderung darstellt. Dabei bilden die Anliegen Resilienz, Umgang mit Stress und gesunde Führung die Schwerpunkte.

Er ist Honorardozent zu den Themen Kommunikation, PatientInnenedukation und Coaching an verschiedenen Hochschulen in Deutschland und Österreich.

Ausbildung:

  • M.A. Management von Gesundheits- und Sozialeinrichtungen
  • B.Sc. Physiotherapie
  • Physiotherapeut
  • Coach und Supervisor, bso® (Berufsverband für Coaching, Supervision und Organisationsberatung, Schweiz)
  • Lehrcoach und Lehrtrainer, ECA (European Coaching Association)
  • ECA Gesundheitscoach im Expert Level
  • NLP-Lehrtrainer und Coach, DVNLP
  • Fachkraft für betriebliches Gesundheitsmanagement (IHK)
  • Anerkannter Trainer für Stressmanagement und Autogenes Training

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